











| Geschichtliches zum "Schloss Großheide" |
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Das "Schloss Großheide" wurde 1901 als Gutsverwaltersitz der -seinerzeit im hiesigen Raum sozial sehr engagierten- Ten Doornkaat Familie (Doornkaat AG Norden) erbaut.
Heute befindet sich in dem denkmalgeschützten Gebäude, neben der Verwaltung der Ostfriesichen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe GmbH, die zu unserer Gesellschaft gehörige Kinder- und Jugendwohngruppe "Schloss Großheide".
Die ursprüngliche Ökonomie Friederikenfeld ist um 1900 angelegt worden, Kommerzienrat Jan (III.) ten Doornkaat Koolmann hatte „Wüsteneien“ und Ödländer zu einer Größe von 1.045 Morgen (267 Hektar) in Großheide / Menstede-Coldinne erworben, um in der dort geplanten Mästerei die in der Norder Brennerei anfallende Schlempe zur Viehfütterung zu verwenden. Die für 347.000 Mark angekauften Flächen bestanden zur Zeit des Erwerbs zu 5/6 aus Heide, zu 1/6 aus kultivierter Grünfläche. Wie aus anderen Quellen ersichtlich, müssen weitere Grundstücke hinzugekommen sein, denn nach Fertigstellung der Gebäude gehörten etwa 300 Hektar Acker-, Wiesen und verbliebene Heideflächen zu dem Gut.
Der Kommerzienrat ließ auf dem neu erworbenen Gelände das Gut Friederikenfeld errichten. Dieses Gut, nach dem Vornamen der Mutter des Eigentümer benannt, bestand laut Geschäftsbericht der Doornkaat AG von 1906 aus mehreren Viehställen, einer massiv gebauten Scheune und zwei Feldscheunen. Ferner gehörten eine Hofmeisterwohnung mit Pferdestall und drei Arbeiterwohnungen zu dem Anwesen. Der Viehbestand umfasste 16 Milchkühe, 26 Pferde und 70 Arbeitsochsen, die bei der Bearbeitung der Heideflächen eingesetzt wurden. Der große Ochsenstall befand sich fast genau an der Stelle, wo heute die Raiffeisenbank steht. Zu den landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen zählten ein kompletter Dreschsatz, der durch ein Lokomobil später durch einen Elektromotor, angetrieben wurde.
Jan (III.) ließ für den Verwalter im Eingangsbereich des Gutes, an der Landstraße Großheide / Berumerfehn (heute Großheide, Schloss Strasse / Großheider Strasse) gelegen, ein stattliches Wohnhaus errichten, das im Volksmund bis heute als „Schloss Großheide“ bezeichnet wird.
Schon nach sechs Jahren intensiver Kultivierungsarbeit stellte sich heraus, dass die erwartete Rentabilität des landwirtschaftlichen Betriebes nicht gegeben war. Die Firmenleitung entschloss sich deshalb bereits 1907, die für eine Bewirtschaftung ungünstigen Bodenflächen an Kolonisten zu veräußern.
Bis zum 1. Weltkrieg wurden auch die unmittelbar zum Gut gehörenden und bisher genutzten Acker- und Wiesenflächen zum Verkauf angeboten. 1919 ging der größte Teil der Gebäude und verbliebenen Ländereien in den Besitz des damaligen Landkreises Norden über.
Das „Schloss“-Gebäude, seinerzeit im Besitz des Landkreises Aurich, ist nach dem Verkauf als Gaststätte („Schlossgaststätte“), für Schulungszwecke sowie privat genutzt worden, heute befindet es sich im Eigentum unseres Trägers.
Seit 2006 hat sich, nach einer Kernsanierung des ehemaligen Gutsverwaltersitzes, im „Schloss Großheide“ die Ostfriesische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe GmbH etabliert.
(Quelle (modifiziert auf die aktuelle Situation): „Doornkaat, Eine Firmenchronik“, von Dr. Gerhard Canzler. (Für unsere Homepage verwandt mit freundlicher Genehmigung von Kay ten Doornkaat (Co-Autor).)
Ein Video vom Schloss Großheide vor dem Umbau (1996) Bitte gehen Sie auf diesen Link: http://video.google.com/videoplay?docid=5202952142983581633#
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